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Handwerk & Tradition

Um einen erstklassigen Sattel zu fertigen, bedarf es einer großen Portion handwerklichem Geschick sowie jahrelanger Erfahrung. All dies besitzt ein erfahrener Sattlermeister. Mithilfe des Sattlerhandwerks verbindet dieser Berufsstand Ross und Reiter zu einer harmonischen Einheit.

Ein Blick in die Historie

Sattlerei - Handwerk mit langer TraditionDie Ursprünge dieses Handwerks reichen bis in die Urzeit zurück, als die Menschen versuchten, mit Hilfe gegerbter Häute und Felle ihre Behausungen wohnlicher zu gestalten. Bis zur Entstehung des professionellen Sattlerhandwerkes vergingen jedoch noch viele Jahrtausende. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich allmählich aus den Berufen der Täschner, Riemer, Nadler und Beutler. Im 14. Jahrhundert war dieser Berufszweig häufig mit dem des Schildermachers in einer Zunft vereint.

In diesem Zeitraum kamen auch die Mauren aus dem arabischen Raum nach Europa und brachten die Maroquinerie mit. Hinter diesem Begriff versteckt sich eine besondere Form der Lederbearbeitung, bei der mit speziellen Prägewerkzeugen Muster in das Leder geschlagen werden. Vor allem beim Militär und Adel war diese Kunstform beliebt, welche um 1400 ihren Höhepunkt erlebte. Eine bedeutende Persönlichkeit im Bereich des Sattlerhandwerkes war der heilige Wolfhard. In Augsburg geboren, erlernte er sämtliche Fertigkeiten, die für diesen Beruf wichtig waren. Dank seiner geschickten Hände gelangte er als Sattler zu Ruhm und Reichtum, sodass er später zum Schutzpatron der Sattler ernannt wurde.

Anfang der Fünfzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts gab es in ganz Deutschland noch circa 25.000 Betriebe in diesem Handwerkszweig. Allerdings reduzierte sich die Anzahl in den kommenden Jahren erheblich, da in der Landwirtschaft verstärkt leistungsstarke Maschinen zum Einsatz kamen. Die Bedeutung des Pferdes als wichtiges Nutztier in der Feldarbeit verschwand fast gänzlich. Mittlerweile beschränkt sich die Pferdenutzung im Wesentlichen auf den Sport- und Hobbybereich, sodass sich der Sattel immer mehr zum Luxusgut entwickelte. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Reitsportsattlerei heute ein wichtiger Bestandteil in diesem Berufszweig ist.

Der Reitsattel

Ein passgenauer Pferdesattel zählt zur Grundausstattung eines jeden Reitpferdes. Seine wichtigste Aufgabe ist es, das Gewicht des Reiters bestmöglich auf dem Rücken des Tieres zu verteilen. Nur so ist es dem edlen Vierbeiner möglich, die Last des Menschen über einen längeren Zeitraum beschwerdefrei zu tragen und seine Wünsche auszuführen.
Zu den gängigsten Modellen in diesem Bereich zählen der Dressursattel, der Springsattel sowie der Vielseitigkeitssattel. Ganz gleich, für welches Fabrikat sich der Reiter letztendlich entscheidet, die richtige Passform des Pferdesattels ist entscheidend. Dies bedeutet, dass das Produkt sowohl zum Pferd als auch zu Dir als Reiter passen muss. In erster Linie soll es so konzipiert sein, dass es dem Sportler ein ausbalanciertes Sitzen ermöglicht. Ist der Sitz des Reitsattels nicht optimal, wird sich das Pferd kaum von seiner entspannten Seite zeigen. Im schlimmsten Fall wird es sich den Anweisungen seines Reiters widersetzen. Darüber hinaus ist ein gut sitzender Sattel auch für die Gesundheit des Tieres äußerst wichtig. Im Falle einer falschen Druckverteilung kann sich die Muskulatur nicht richtig aufbauen. Rückenschmerzen, die bereits nach kurzer Zeit auftreten, könnten die Folge sein.

Welche Aufgaben übernimmt eine Sattlerei?

Im Sattlerhandwerk stellt die Reitsportsattlerei einen klassischen Schwerpunkt dar. Sattlermeister – wie auch Viola Ebbecke, die Gründerin von Agent de Cheval - besitzen umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Anatomie der Pferde und kennen sich hervorragend mit deren Bewegungsabläufen aus.

Sattlermeister haben die Kompetenz, einen Pferdesattel komplett individuell herzustellen und beherrschen sämtliche Arbeitsschritte von der Herstellung der Schablonen für den Zuschnitt über die Produktion der benötigten Einzelteile bis hin zum Zusammenbauen der einzelnen Lederteile. Hierfür verwendet man verschiedene Methoden wie Klammern, Nähen oder Kleben. Nachdem der Pferdesattel Gestalt angenommen hat, muss dieser noch gepolstert sowie mit Beschlägen oder Schnallen versehen werden.


Die Anfertigung eines Sattels ist ein sehr aufwendiges und zeitintensives Handwerk. Im Ergebnis steht ein qualitativ hochwertiges Produkt, welches bei guter Pflege lange Freude bereitet! Wir legen bei der Auswahl unserer Hersteller für diesen Shop größten Wert auf Qualität – überzeuge Dich selbst davon und schau‘ Dir unsere Markenwelt  an. 

Neben der Sattelherstellung zählen auch die Sattelaufbereitung, das Reparieren und die Restauration zu den klassischen Aufgaben des Sattlers.

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